LPG (P) und VEG (P)

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Sa 11 Feb 2017, 16:15

Hier mal ein paar Bilder von der Technik in Tschechien, gegen 1989/90:
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Rodelader Agrozet, Patent Herriau
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Köpfladerodeschwader Agrozet SC1-603 SAMOC, als Weiterentwicklung des SC1-041
Der Rest folgt...
Gruß,
Daniel

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  black333 am Sa 11 Feb 2017, 17:02

Halli Hallo,
Zu dem Schwadlader E 707 habe ich leider kein Prospekt.
Bin da auch noch auf Suche von Fotos und sonstigen Hinweisen dazu.

Gruß Marko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  ackergigant am Sa 11 Feb 2017, 20:01

Hallo,
das sind ja echt gute interessante Fotos die ich nicht mal kannte. Shocked gerne mehr davon. Ach ja ,hier wieder ein paar Fotos von meiner Seite. Zu den Papiermodellen kann ich nur noch sagen da sie der Wende zum Opfer gefallen sind. (der goldene Westen) Sad  Aber glücklicher Weise habe ich die B[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
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ilder noch.
Gruß Mirko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Stoby am So 12 Feb 2017, 07:44

Hallo
Echt Klasse was man hier so zu sehen bekommt! Was es zu DDR Zeiten alles so gab!
Mirko! Da sitzen ja sogar Fahrer in den Feldhäckslern! Das heißt, die Kabine ist innen auch in komplett nachgebildet?
Gruß Timo
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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  ackergigant am Di 14 Feb 2017, 13:54

Hallo Timo,
die Nachbildung in der Kabine hatte ich damals nur ein Sitz und die Lenksäule mit Lenkrad belassen. Lackiert hatte ich die Modelle mit ein Haarlackzerstäuber ohne Strom. Also Quasi öko Airbrush.
Gruß Mirko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Lewitzer am Di 14 Feb 2017, 21:16

Hallo Daniel,

leider ist mir nicht bekannt wie viele RASK bei uns liefen. Ich glaube alle die je bei uns liefen wurden nur zu Testzwecken eingesetzt. Der RASK war Teil des rübenspezifischen System SAMOC, das war mit unterschiedlichen Geräte- und Trägermodulen nutzbar. So mit dem Köpflader SC 1-04, mit dem Köpfladerodeschwader RASK und dem Geräteträger JAROC (Säen, Spritzen, Hacken). Schönes praktisches Beispiel vom System SAMOC mit Köpflader hast du da gezeigt, sehr interessant.
Der E 777 war schon für die Zuckerrübenernte gedacht, das Prospektbild von Marco zeigt die FR und FZR Variante.


Hallo Marko,

das der ZT 423 dafür vorgesehen war, oder umgekehrt dafür entwickelt wurde mit Rückfahreinrichtung war schon klar. Deshalb schrieb ich serienmäßig (und nicht ablenken lassen). Wink



Jetzt heißt es sich beeilen, im Obstbau müssen noch die Bäume geschnitten werden bevor die Natur wieder erwacht.
Die Damen vom VEG (P) Eisleben waren im Februar 83 voll damit beschäftigt, dank pneumatischer Scheren etwas leichter.
Das VEG war ein sehr großer Vermehrungsbetrieb mit 8200 ha LN, darunter aber auch 2600 ha Obstanbau.
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Etwas besser ist die Technik hier im VEG Boddin zu sehen beim Schnitt der Johannisbeeren 1980
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Anchließend werden die Kulturen gleich mit Grunddünger versorgt. Hier ist es des ACZ Goldbeck im Februar 1980.[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Gruß Mirko
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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Mi 15 Feb 2017, 11:27

Hallo Mirko,

Du bist ein Fuchs. Hattest recht. mit der Exakt-Köpfeinrichtung vom SC1-041, konnte der E 777 auch Zuckerrüben auf Schwad legen.
Zu sehen auf Deinem Bild... In der Futterrübenversion gab es 2 Rodeeinrichtungen. Rodeschlitten und Polderschare.
Hier mal noch ein paar Bilder:
SC1-601
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Schwadlader
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Beimengungsabtrennung mittels Luftstrom... Dafür bekam in den letzten Jahren ein deutscher Kartoffelerntemaschinenhersteller irgendeine Medaille.
Gab's alles schon...
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KS-6B REAC
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Köpfrodegeschirr Agrozet
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Grüße,
Daniel

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Mi 15 Feb 2017, 16:00

Und noch ein paar Bilder vom Stapelgerät "Komplex", fotografiert bei einer Reise ins Osteuropäische Ausland...
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Gruß,
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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Mi 15 Feb 2017, 16:29

Die DT 75 sind Überkopflader, die vom Rübenstapel aus den Zug befüllen.

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  ackergigant am Do 16 Feb 2017, 21:10

Hallo ,
Mensch bin echt begeistert was hier so an unbekannt Technik für mich zu Gesicht bekomme. Mal was anderes. Hat jemand vielleicht Unterlagen vom HW 80 mit Häckselaufbau SHA 8. Oder hat die Möglichkeit welche zu besorgen ,oder zu vermessen?
Gruß Mirko
PS schon mal ein großes Danke im vorraus wenn es klappt

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Lewitzer am So 19 Feb 2017, 19:08

Hey Daniel,

sehr schöne Maschinen hast du uns hier gezeigt. Beim SC1-601 sieht die Übergabehöhe aber unbefriedigend aus. Weiß du ob mit der Maschine bei uns die Eignungsprüfung gemacht wurde?
Der Schwadlader wurde dann für die Futterrübenernte genutzt, irgendwo müsste ich da ein Foto haben.
Die E 684 mit pneumatischer Steintrennanlage kommt mir irgendwie bekannt vor, Ende der 70er wurde damit herumexperimentiert. Man hat sich bei dem Verfahren Kartoffelernte mit Rodelader dann doch für die stationäre Variante entschieden. Später aber gab es von E 686 dann ein Modell mit automatischer Beimengungstrennanlage.
Zwei Fragen noch: Was waren die Besonderheiten bei der KS-6B REAC, war wohl nicht für die DDR gedacht?
                          Wann wurde der Köpfrodeschwader Agrozet entwickelt?
Die DT als Überkopflader ist schon ungewöhnlich, seltsame Technik gab es schon im Osten.


Habe den Mietenlader "Komplex 65" gefunden, als Werbeanzeige Anfang der 80er.
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Meliorationsarbeiten wurden im Winter in der arbeitsärmeren Zeit auch häufig durchgeführt.
Die LPG (P) Lüssow war im Jahre 1976 noch fleißig dabei den "sozialistischen Frühling" weiter umzusetzten.
Felder wurden vergrößert und eben auch ganze Bäume entfernt. Sölle und Senken zugeschüttet, was sich später oft als Fehler herausstellte, denn diese Stellen machten jedes Jahr Probleme. Immer wieder versackten genau an diesen Stellen die Maschinen. Ende der 80er buddelte man an einigen dieser Stellen wieder ein Loch, das Wasser sammelte sich dort und der Acker rings herum war wieder optimal zu bearbeiten.
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Grabensohlen wurden beräumt z. B. von der Meliorationsgenossenschaft Cottbus auf dem Territorium der LPG (P) Turnow 1983
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Oder ganz rustikal mit dem UB 1 unterstützt vom T 157 in der LPG (P) Hohenzieritz 1984. Graue Wattejacken waren damals schwer in Mode.
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Die Grabenkante kann bei der Gelegenheit auch gleich gepflegt werden.
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Ist zwar nicht ganz Landwirtschaft, aber nah dran, Die Binnenfischer vom gleichnamigen VEB aus Neubrandenburg bargen 1985 mit Hilfe einer frühen Form eines "Quad" Schilf. Der Fun war bestimmt groß.
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Gruß Mirko
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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Mo 20 Feb 2017, 19:53

Hallo Mirko,

meines Wissens nach wurde vom SC1-601 keine Eignungsprüfung durchgeführt. Zumindest ist mir kein Prüfbericht davon bekannt. Da dieses Ernteverfahren jedoch primär in der CSSR zum Einsatz hätte kommen sollen, denke ich mal, dass mit der Prüfung des SC1-041, der ja die gleiche Köpfeinrichtung besaß, eine Eignungsprüfung stattgefunden hatte. Nachzulesen unter Prüfbericht 930 aus dem Jahre 1986.
Du sagst es, die Übergabeweite und Höhe war nicht sehr berauschend und somit neben dem schlechten Wirkungsgrad des hydrostatischen Antriebs ein großer Kritikpunkt. Mal von den vielen Kinderkrankheiten abgesehen. Dagegen konnten sich die Köpfverluste von "nur" 10 % im Durchschnitt wirklich sehen lassen. Bei der ORCS oder SC1-031/33 waren zwischen 12-25%!!!

Die KS-6B REAC besaß eine Polderschar-Rodeeinrichtung, die mit 3 Siebsternen statt der Roderäder und Wendelwalzen, die Rüben rodete und reinigte.
Das Köpf-Rodegeschirr sollte so gegen 1989/90 entwickelt wurden sein. Ich bin mir nicht sicher, aber dem Design nach könnte hier eine Zusammenarbeit mit Kleine aus Salzkotten stattgefunden haben.
Wurde ja bereits das in den 80ern entwickelte Köpfrode-Geschirr "Multo 6" unter der Lizenz von der Westdeutschen Firma Fähse entwickelt.
Also waren bereits in den 80ern Kooperationen mit westlichen Herstellern gang und gebe.
Siehe nur Steiger und Raba in Ungarn...

Gruß,
Daniel

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  black333 am Di 21 Feb 2017, 16:31

Halli Hallo,
Daniel ich habe mal ne Frage, den Schwadlader den du oben zeigst weißt du die Bezeichnung.
Ist das der E 707 .

Gruß marko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Di 21 Feb 2017, 17:08

Hallo Marko,

nein. Der auf dem Bild ist ein SL 88. Den E 707 habe ich noch nicht gesehen. Der sollte ein Prototyp gewesen sein.
Vor diesem gab es das Modell mit der kurzen Bezeichnung SL F.
Zum Entblatten wurde ein so genannter EB 3M eingesetzt. Dieser konnte wahlweise mit einem Schlegelhäcksler zum entblatten, oder mit einem Rodeschlitten, zum roden der Futterrüben eingesetzt werden. Oder man modifizierte einen Kartoffelroder E 682/684, ausgestattet mit einer 3 reihigen Rodebaugruppe, sowie Änderungen am Fahrwerk, Zugvorrichtung und Elevator.
Dieser erhielt die Bezeichnung E 682/684 R.

Gruß,
Daniel

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  black333 am Di 21 Feb 2017, 20:38

Halli Hallo,
Diesen Lader kannte ich noch nicht gibt es dazu mehr Bilder und Infos.
Die anderen SL F und EB 3M sagt mir auch nix.
Vielleicht hast du ja auch Fotos und Infos. Das Thema ist sehr interessant was es nicht alles gab.

Gruß marko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Di 21 Feb 2017, 21:10

Hallo Marko,

die mechanisierte Futterrübenernte war damals schon ne "Sonderkultur", als Rüben noch Futterwert hatten.
Der SL F war eigentlich identisch mit dem SL 88. Es gab nur kleine Detailänderungen.
Jedoch gab es eine Leistungssteigerung gegenüber dem vorhergehenden Schwadladermodell, vom Typ Suhl (Basierend auf E 765-Kartoffelroder mit KS6 -Elementen).
Alles in Allem wurde diese Technologie um 1986 entwickelt, um die nicht zufriedenstellenden Umbauten von KS 6 und ORCS abzulösen, Bzw. die Alttechnik vom Typ E 765 & E 734 S, die ebenfalls umgebaut wurden.
Ich schau ml nach Bildern.

Gruß,
Daniel

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Lewitzer am So 26 Feb 2017, 21:07

Hallo Daniel,

danke für die Erläuterungen.  Den Prüfbericht von der SC 1-04 habe ich gelesen, richtig überzeugen konnte sie nicht. Zur E 684 mit der pneumatischen Trenneinrichtung habe ich den Artikel gefunden. Das Verfahren wurde in zwei Varianten 1984 und 1985 in der LPG (P) Königsborn getestet.

Und zur Futterrübenerntetechnik, da habt ihr ja ein Thema angefangen. Das ist nicht ohne bei den verschiedenen Lösungen.
Das ganze fing mit der Forderung an den Futterbedarf der Tierproduktion aus eigenem Aufkommen zu decken. Das erforderte zur Entlastung  des Getreidefonds den Futterhackfruchtanbau zu erhöhen, um damit den Konzentratfuttereinsatz in der Tierproduktion zu vermindern. Hintergrund: Einsparung von Getreideimporten.
1983 wurden erste experimentelle Untersuchungen mit umgebauten Köpflader E 734 unternommen um auch Gehalts- und Masserüben maschinell zu ernten.


Herausgekommen ist dann das hier. E 734 ausgerüstet mit Schlegelwelle zum Entblatten der Futterrüben.
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Danach Rodung der Rüben mit umgerüsteter E682/84, hier die Rodebaugruppe.
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Oder so sieht's dann im ganzen aus, 1984 im VEG (P) Iden.
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Dann erfolgte die Erprobung mit der umgebauten E 734 und angekoppeltem Rodeschlitten um mittels Schwadlader die Rüben aufzunehmen.
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Weil keine Köpflader E 734 mehr produziert wurden und nur noch begrenzt Maschinen zum Umrüsten zur Verfügung standen wurde die EB 3M entwickelt unter Beibehaltung des Maschinenkonzeptes.
Hier 1987 in der LPG (P) Grünlichtenberg in Aktion, der Betrieb erntete die Futterrüben mit umgerüsteter E 682.
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Demnächst folgt dann der zweite Teil, Schwadlader und KLRS.


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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Allradachse am So 26 Feb 2017, 22:22

Hi
Da bin ich schon gespannt!

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  black333 am Di 28 Feb 2017, 19:06

Halli Hallo danke mirko für die ganzen Erklärungen dazu und die Bilder, das ganze ist ein sehr interessantes Thema bin schon auf den zweiten Teil gespannt
Gruß marko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Lewitzer am Fr 03 März 2017, 21:52

Heute folgt dann der zweite Teil der Futterrübenerntetechnik.

Die E 734/S oder EB 3M ist in Verbindung mit dem Rodeschlitten eine universal einsetzbare Maschine. Sie entblattet die Rüben von 3 Reihen sehr schonend, es bleiben nur kurze Stielreste zurück, sieht zwar optisch nicht schön aus, hat aber auf die Haltbarkeit der Rüben im Lager keinen Einfluss. Desweiteren rodet und schwadet sie. Deshalb wurden etwa parallel 2 Typen von Schwadladern entwickelt.

Zum einen der Schwadlader Typ "Suhl". Hier wurden in den Grundrahmen des Rodelader E 765 einige Baugruppen des KS-6 eingebaut (z. B. Steil- und Querförderer). Die Maschine wurde vom KLT Suhl Sitz Hildburghausen in geringen Stückzahlen bis 1986 gebaut.
Ein Exemplar 1985 in der LPG (P) Streufdorf beim Schwadladen.
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Der andere nannte sich dann RSL 84 Typ "Magdeburg" (oder auch SL-F), er war eine komplette Neuentwicklung, mit oberer und unterer Siebkette. Gegenüber dem Typ "Suhl" erreichte er eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit = höhere Flächenleistung. Gebaut wurde er vom LTA Magdeburg Sitz Wolmirstedt ab 1986. Erste Erprobungsmuster kamen ab 1984 zum Einsatz.
So auch in der LPG (P) Andisleben 1985.
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1987/88 wurde eine komplexe neue Maschine entwickelt und erprobt, ein Köpfladerodeschwader mit der Bezeichnung     KLRS FS/270. Es gehörte zum neuen 6-reihigen Maschinensystem für die Ernte von Masse- Gehalts- und Futterzuckerüben. Sie wurde geschoben von einem ZT 323 mit Rückfahreinrichtung, sie konnte Entblatten und gleichzeitig aufladen, sowie Roden und Schwaden. Hergestellt wurde sie vom VEB Rationalisierungsmittel Pflanzenproduktion Sangerhausen.
Der Direktor vom VEG (Z), einer unserer Kooperationspartner, hatte diese Maschine über irgendwelche Kanäle 88/89 organisiert. Ich konnte sie mir in einer Lagerhalle in Transportverpackung anschauen. Leider war bei uns im Betrieb niemand willens sie einzusetzten, lag wohl an den dann notwendigem Umbau eines ZT 323 mit reversierbarem Fahrerstand. Schade, ich hätte die Maschine gerne in Aktion gesehen.
Dann zeige ich eben ein Bild von der LPG (P) Warin vom Herbst 1989, die haben es durchgezogen.
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Etwa gleichzeitig mit der Entwicklung des KLRS wurde der Schwadlader weiterentwickelt, schließlich gehörte er zum neuen Maschinensystem. Er bekam die Bezeichnung SL 88/F und wurde ab 1988 in Wolmirstedt produziert.
Der SL 88/F auf dem Bild mit Rechtsabgabe.
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Später sollte dann ab 1991 ein Modell serienmäßig mit Linksabgabe gebaut werden. Dann konnten beide Maschinen im Fließsystem arbeiten.
SL 88/F mit Linksabgabe
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So, die Diskussion ist eröffnet.

Gruß Mirko
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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  black333 am So 05 März 2017, 18:31

Halli Hallo,
Super Beitrag und vorallem schöne Bilder von seltener Technik.
Sehr gut erläutert, danke.
Ich möchte da auch gleich noch was dazu bei steuern.

gruß marko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Allradachse am So 05 März 2017, 20:58

Hallo
Seht seht ,was ihr da zu Tage bringt. Dies Art der rübentechnik war mir nicht bekannt obwohl ich zwei Lehrgänge für Rübentechnik im Schulungszentrum Feldberg mitgemacht habe.
Mit freundlichen Grüßen

Allradachse
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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  buddi am Mo 06 März 2017, 12:28

Hallo Zusammen,

ja, es ist faszinierend.
Auch wenn die damaligen (überschaubaren) Landmaschinenhersteller, geplagt durch den Politplan und der Mangelwirtschaft, nicht wirklich viele Neuerungen und Innovationen beisteuern konnten, hat sich doch aus dieser Not heraus ein innovatives Neurer-Wesen entwickelt, dass den LPG'n ein Stück weit die benötigte Technologie lieferte.
Aus der Not heraus wurde aus allem was gebastelt.
Im Parteijargon hieß das dann Ratio-Mittelbau.
Den gab es auch nach der Wende noch einige Zeit, um z.B. frei gewordene Technik für neue Anwendungen umzubauen.
@Mirko:
Da gibt es nichts zu diskutieren. Ich denke Du hast uns einen interessanten und umfangreichen Einblick in eine in Vergessenheit geratene Technologie gewährt. Sehr interessant.

Gruß,
Daniel

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  ackergigant am Mo 06 März 2017, 19:32

Hallo
kann mich den Worten meines Vorgänger nur anschließen. Echt interessante Technik. Gerne mehr.
Gruß Mirko

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Re: LPG (P) und VEG (P)

Beitrag  Lewitzer am Fr 10 März 2017, 15:47

Hallo Freunde der Landtechnik,

danke für das Lob. Die Entwicklung des Futterrübenernteverfahren zu verfolgen war schon recht spannend auch damals schon. Jeder der bei der Ernte mit der Hand dabei war sehnte sich nach einer mechanisierten Lösung. Blatt abstecken und die Rüben dann mit der Forke aufladen war eine Schweiß treibende Angelegenheit.

Cool Roland, du warst in Feldberg? Habe 1985 ein Artikel gelesen wie die LPG (P) Mittenwalde bei Templin sich von dort eine KS-6B ausgeliehen hatte, weil sie zu dem Zeitpunkt noch keine eigene hatte. Damals konnte ich noch nicht zuordnen was die Akademie in Feldberg mit einer KS-6B zu tun hatte, geschweige denn selber eine besaß. Heute weiß ich, dort gab es noch viel mehr Neutechnik, alles nur zu Lehrzwecken.




Mal ein anderes Thema. Jeder der in seiner Gegend unterwegs ist hat sie bestimmt schon genutzt. Die Strassen und Wege die die Genossenschaften und Güter damals in ihrem Kooperationsbereich geschaffen hatten um besser von A nach B zu kommen.
Zuerst wurde Material gebraucht. Z. B. Sand und Kies, oft im eigenen Territorium selbst abgebaut.
VEG (P) Warnitz 1976 beim Sand fahren.
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Oder in den südlichen Bezirken Schotter.
LPG (P) Winningen 1983
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Dann musste alles verteilt werden.
LPG (P) Rothenklempenow 1975, im Winter gab es genug freie Arbeitskapazitäten
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Auch mit Hilfe von Technik wie in der LPG (P) Leipzig West 1980.
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Anschließend wurde noch alles schön verdichtet und schon können die Transporte rollen.
LPG (P) Winningen 1983[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]



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